Umfrage des Aeroclub an die, zum Nationalrat antretenden Parteien:

Folgende Fragen hat der Aeroclub an die wahlwerbenden Parteien gestellt und die Antworten bekommen:

1.) Die General Aviation und Sportluftfahrt stehen in Österreich nur selten im Lichte der Öffentlichkeit. Wie

sehen Sie den Stellenwert dieser Luftfahrtbereiche?

SPÖ:

Die Luftfahrt stellt für Österreich einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar. Dabei kommen

auch der General Aviation und der Sportluftfahrt wichtige Bedeutung in unserem

Luftfahrtsystem zu: als wichtiger Faktor für Tourismus und Wirtschaft und wenn es darum

geht, Begeisterung und Neugier für die Luftfahrt zu wecken.

ÖVP:

Die General Aviation war und ist nicht nur mit der Entwicklung der Luftfahrt in Österreich

eng verbunden sondern hat enorme Bedeutung für unsere Tourismus- und Wirtschaftsregionen.

Wir sind auch stolz, dass trotz der breiten Angebotspalette an sportlicher und

gesellschaftlicher Freizeitgestaltungen und trotz der steigenden Kostenbelastung die

Sportluftfahrt nach wie vor so grosse Beliebtheit aufweist. Uns ist bewusst, dass die dreidimensionale

Freiheit dieses einzigartigen Sports einer der schönsten ist und wir viel

unternehmen müssen, dass trotz der zunehmenden Sicherheitsfragen für euch diese

Freiräume leistbar und vor allem unbürokratisch nutzbar bleiben.

FPÖ:

Es handelt sich bei der General Aviation und der Sportluftfahrt um nicht unwesentliche

Wirtschaftsbereiche. Die Politik hat sich jedoch im Rahmen der Regierungsarbeit in den

letzten Jahren wenig um diese Sektoren gekümmert und die Gebührenpolitik der Austro

Control ist - unter klarer Anerkennung der Leistungen der Austro Control - ein Zeichen

dafür, dass die Betroffenen oftmals im Stich gelassen werden. Die Kosten für den Flugsport

und die General Aviation sind evident und ein Grund dafür, dass es in vielen Vereinen

weniger junge Pilotinnen und Piloten gibt als früher. Dieser Entwicklung wollen

wir aktiv entgegen wirken. Oftmals beginnen junge Menschen mit der Segelfliegerei und

machen dann später ihren PPL, den CPL, eine IFRBerechtigung und gehen dann über die

Linienpilotenlizenz auch den beruflichen Weg in die Fliegerei. Daher benötigen wir niedrige

Einstiegshürden, mehr Unterstützung für den ÖAeC und die Flugsportvereine sowie

eine restriktivere Gebührenpolitik bei der Austrocontrol, die zweifellos sehr engagierte

Mitarbeiter hat.

GRÜNE:

Aus Sicht der Grünen ist es nachvollziehbar, dass Linien- und Charterverkehr und eventuell

noch die lokal sehr belastende Militärluftfahrt stärker im Mittelpunkt der öffentlichen

Aufmerksamkeit stehen. Speziell der Aufwindsport hat aber in den letzten Jahren

durch die heftig kontroversielle Diskussion im Zusammenhang mit der großen Änderung

der LVR große Aufmerksamkeit für seine Anliegen bekommen. Die Grünen sagen - sehr

zurecht, und wir freuen uns, die Sportlerinnen und Sportler in ihrem Widerstand gegen

überzogene Regelungen zu unterstützen. Bei der motorisierten General Aviation sehen

wir einerseits die Bedeutung als Wirtschaftsfaktor, andererseits muss es auch Aufgabe

sein, die Umwelt- und insbesondere Lärmbelastung vor allem für die Nachbarn der Flugplätze

weiter zu reduzieren.

NEOS:

Keine Antwort.

2. In der Öffentlichkeit unbekannt ist vor allem die Funktion der Sportluftfahrt, junge

Menschen für die Luftfahrt zu begeistern, um so den Grundstein für eine spätere Entscheidung

für den Pilotenberuf zu legen. Ohne Sportluftfahrt hätte Österreich ein Nachwuchsproblem

bei Profi-Piloten. Was sollte Ihrer Meinung nach getan werden, um dieses Image-Defizit zu

verbessern und wie kann die Politik hier den Aero-Club unterstützen?

SPÖ:

Die Sportluftfahrt ist für viele Österreicherinnen und Österreicher ein beliebtes Hobby.

Ausbildung und gezielte Nachwuchsarbeit in der Sportluftfahrt sind Basis für eine mögliche

spätere Entscheidung zum Pilotenberuf. Vor diesem Hintergrund sind nicht nur ein

möglichst breites Angebot im Flugsportbereich zu begrüßen, sondern auch entsprechende

Initiativen des ÖAeC zur Verbesserung des Images in der Sportluftfahrt zu unterstützen.

Um den Bedarf an Berufspilotinnen und -piloten so gezielt wie möglich zu erheben,

ist die Schaffung einer Plattform zwischen ÖAeC und den heimischen Airlines sinnvoll.

ÖVP:

Es ist bekannt, dass über den Aeroclub viele Jugendliche ihren Berufstraum erfüllen

konnten und Beschäftigung in der Luftfahrt fanden. Die vielen Vereine in den verschiedenen

Flugsportsparten sind ein guter Partner für die gewerbliche Luftfahrt - sie bieten

nicht nur den günstigen Einstieg in die Luftfahrt sondern airmenship - ein sehr wichtiges

Element der wechselseitigen Wertschätzung. Das wird mir immer wieder auf unseren

Reisen bestätigt, wenn wir mit Piloten und Mitarbeitern von Luftfahrtgesellschaften über

deren Werdegang plaudern.

FPÖ:

Wichtig ist, den Flugsport von überschießenden bürokratischen und finanziellen Hürden

zu befreien, um den Zugang zu erleichtern und attraktiv zu machen. Natürlich steht die

Flugsicherheit im Vordergrund, aber man kann gerade im Bereich des Flugsports von den

USA sehr viel lernen. Wer in Österreich seinen PPL gemacht hat und dann die Möglichkeit

hat, in den USA zu fliegen, ist oft überrascht wie unbürokratisch dort der Flugsport

unterstützt wird. Das gilt natürlich auch für UL-Piloten oder Segelflieger, Paragleiter und

Hängegleiter.

Die vielen Vereine, die sich in Österreich mit dem Flugsport auseinandersetzen und

ihre Flugplätze oder Startplätze und Landewiesen hegen und pflegen benötigen aktive

Unterstützung.

Auch die vor einiger Zeit erfolgte „Neuordnung des Luftraumes“ muss einer Evaluierung

unterzogen werden und auf seine Auswirkungen auf den Flugsport geprüft werden.

Es soll künftig nicht mehr so sein, dass flugsportbegeisterte Menschen ins Ausland

ausweichen müssen, weil ihr Hobby in Österreich wegen zu hoher Kosten und zu viel

Bürokratie nicht finanzierbar ist.

GRÜNE:

Es handelt sich zweifelsohne um einen wichtigen Zugangspfad zur BerufspilotInnenlaufbahn.

Die Grünen halten die Möglichkeiten und Spielräume zur Schulung und Ausbildung

in der Sportluftfahrt aber für ausreichend, insbesondere vor dem Hintergrund, dass längerfristig

wohl kaum von einer Fortsetzung des derzeitigen sehr niedrigen Flugtreibstoff-

Preisniveaus ausgegangen werden kann, womit auch nicht mehr mit maßgeblichen Steigerungsraten

im Linien- und Charterverkehr zu rechnen ist. Wir halten in diesem Bereich

eher mehr Wirkung der Marktkräfte als noch mehr Eingriffe der Politik für zielführend.

NEOS:

Keine Antwort

3. Der ÖAeC betreibt in Österreich mit der FAA (Flugsport Allgemeine Administration)

eine effiziente und wirksame Zivilluftfahrtbehörde für die Flugsportbereiche Modellflug,

Ballonfahrt, Fallschirmspringen, Hänge- und Paragleiten, Segelflug und Ultraleicht. Würden

Sie das Anliegen unterstützen, dass diese erfolgreiche Tätigkeit in Zukunft aufgewertet

und aufgrund der zusätzlichen EASA-Vorgaben auch entsprechend abgegolten wird?

SPÖ:

Der ÖAeC nimmt als Luftfahrtbehörde eine wichtige Funktion im öffentlichen Interesse

wahr. Dabei sind die Herausforderungen in den letzten Jahren – insbesondere durch Entwicklungen

auf europäischer Ebene – gestiegen. Auch für die Zukunft muss sichergestellt

werden, dass die Aufgabenverteilung zwischen den Zivilluftfahrtbehörden zweckmäßig

und effizient erfolgt. Wir werden uns dafür einsetzen, dass der ÖAeC auch in Zukunft seinen

Aufgaben als Zivilluftfahrtbehörde nachkommen kann.

ÖVP:

Es ist schon sehr erfreulich, dass ein Verband nicht nur die Interessen und die sportlichen

Aktivitäten seiner Mitglieder und Vereine betreut sondern eine eigene Behörde effizient

und zielorientiert führen kann. Wenn wir über einen einfacheren Einstieg für die Jugend

oder Bürokratieabbau reden ist sicher eine abgerundete Behördenstruktur von Vorteil.

Der Aeroclub, der die entsprechenden Experten hat, wird diese Herausforderung sicher

optimal erledigen können.

Falls weitere zusätzliche Aufgaben über die EASA auf euch zukommen sind diese -

analog der ACG selbstverständlich auch dem Aeroclub abzugelten.

FPÖ:

Wir wissen, dass die Aktivitäten des ÖAeC in Österreich von den Pilotinnen und Piloten

sehr geschätzt werden.

In diesem Zusammenhang ist sicherzustellen, dass die dafür notwendigen Mitteln aufgestockt

werden, beispielsweise aus dem Bundessportförderungsgesetz.

GRÜNE:

Die Grünen halten in diesem Bereich eine Weiterführung des derzeitigen Regimes im derzeitigen

Umfang für angemessen.

NEOS:

Keine Antwort.

4. Welche konkreten Maßnahmen würden Sie in einer zukünftigen Bundesregierung

oder in Ihrer Funktion im Nationalrat setzen bzw. unterstützen, um den

Stellenwert der General Aviation bzw. des Flugsports in Österreich

aufzuwerten und dessen Rahmenbedingungen zu verbessern?

SPÖ:

Erleichterungen für General Aviation und den Flugsport sind grundsätzlich erstrebenswert.

Hier gilt es sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene anzusetzen.

Auf EU-Ebene (EASA) müssen etwa jene Vorhaben vorangetrieben werden, die Erleichterungen

für die General Aviation mit sich bringen. Dafür können auch die österreichische

Ratspräsidentschaft und die jährliche Konferenz der europäischen Zivilluftfahrtbehörde

ein geeigneter Rahmen sein. Auf nationaler Ebene setzen wir uns bei Gesetzesänderungen

für eine Einbindung des ÖAeC ein.

ÖVP:

Wenn es nun Zeit für Veränderungen ist, dann gilt für das letztlich auch für die Luftfahrt.

Nicht nur, dass die unüberschaubaren Entwicklungen und Belastungen der EASA ein

Thema sind, wollen wir uns auch die eklatanten Kostenentwicklung gründlich anschauen.

Wenn einerseits Flugtickets immer günstiger werden kann es andererseits nicht sein,

dass die Rahmenbedingungen für aktive Luftfahrer immer kostenintensiver und kaum

bewältigbar werden.

Generell wollen wir daher unter Einbindung aller Stakeholder daran arbeiten, die

Rahmenbedingungen für alle in der Luftfahrt so akzeptabel wie möglich zu gestalten.

FPÖ:

Bürokratische Hindernisse sind – sofern sie nicht negativ auf die Sicherheit auswirken –

abzubauen; anfallende Abgaben und Gebühren sind zu durchforsten. Langfristig müsste

die Politik gemeinsam mit Vertretern des Flugsports notwendige Maßnahmen ausarbeiten

und deren Umsetzung sicherstellen. So könnten bei einer Reform der Austro Control

Mittel freiwerden, die im Flugbereich anderweitig eingesetzt werden können.

GRÜNE:

Wir werden uns weiterhin für einen höheren Stellenwert der durchaus auch tourismuspolitisch

und damit volkswirtschaftlich sehr relevanten Zielgruppe der AufwindsportlerInnen

in den diversen luftfahrtrechtlichen und -behördlichen Interessensausgleichs-

Verfahren einsetzen und halten auch den rechtlichen Rahmen, insbesondere die LVR,

diesbezüglich für überarbeitungsbedürftig. Daneben halten wir die Lösung umwelt und

klimapolitischer Herausforderungen in der Luftfahrt generell für vordringlich. Wie bisher

wollen wir uns auch weiterhin im Zivilluftfahrtbeirat und darüber hinaus aktiv für diese

Anliegen einsetzen, gern auch gemeinsam mit dem ÖAeC!

NEOS:

Keine Antwort.

Manfred Neugebauer hat uns freundlicherweise sein Vidoe unter diesem link zur Verfügung gestellt! Unser Sommerfest 2017 fand bei traumhaften Wetter und guter Stimmung statt. Ein Grüppchen von 30 Aufrechten traf sich diesmal, wohl den Windvorhersagen geschuldet. Nichtsdestotrotz war es ein gelungener Nachmittag und Abend, mit Vorträgen von Martin Piehslinger, Martin Roth und Gerald Gold die sehr sehenswert und informativ waren. Wir hatten Besuch aus Neuseeland von einem dortigen Fluglehrer (erkennbar auf den Bildern an seinem Lachen und der Leiberlbeschriftung la Clusaz), der alle Clubmitglieder herzlich zu ihm einlädt, falls einer von Euch Interesse an einem Ausflug nach Neuseeland hat könnt ihr mich (Peter Behofsics: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) gerne kontaktieren, ich kann euch seine Kontaktdaten geben. Alles in allem jedenfalls trotz geringer Beteiligung ein gelungenes Fest! Der Vorstand bedankt sich recht herzlich bei allen Helfern! Insbesonders bedanken möchten wir uns bei der Flugschule Fly Hohe Wand für die Weinspende (siehe Bilder), und bei Günther für Schwammerlreis und Windsackspende!

 

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SICHERHEIT / LANDUNG

 

Angesicht des Zwischenfalls am 17.5.2017, -ein Drachenflieger baute sein Gerät am Toplandeplatz ab und ein nachkommender Drachenflieger musste ihm ausweichen, (wobei er sich eine Fraktur in der Schulter zugezogen hatte)  wird dringend darauf hingewiesen, dass nach der Landung der Toplandeplatz zu verlassen ist und zum abbauen der Geräte (HG/PG) der –dafür vorgesehene- Abbauplatz zu verwenden ist. (siehe SoaringClub Homepage / Fluggebiet / Start- und  Landeplätze / Landeplatz 4)


Der Soaringclub Hohe Wand betreibt eine Wetterstation und eine Webcam auf dem Oststartplatz. Die Station wurde autonom von Solarzellen versorgt mit Brennstoffzelle als Backup-Lösung. Die Daten wurden per Funk übermittelt. Leider war die Anlage unzuverlässig und ihr Betrieb teuer. Auf den Mast auf dem der Windmesser befestigt war konnte man nicht hinaufklettern weshalb man einen Gelenksteiger anmieten musste um ihn zu reparieren oder auszutauschen. Kaum war ein neuer Windmesser befestigt war er schon wieder kaputt. Da dies sehr unbefriedigend war und außerdem hohe Kosten verursachte wird die Anlage erneuert.

Sie soll jetzt über ein Stromkabel versorgt werden und auch die Daten werden nicht mehr per Funk sondern über Kabel übertragen. Ein neuer Mast wird aufgestellt auf den man hinaufklettern kann um Wartungsarbeiten zu erledigen. Außerdem wird es am Startplatz ein WLAN geben. Diese Investitionen würden aber die Möglichkeiten des Clubs überschreiten und so ergriffen wir Eigeninitiative. Unser Kassier Peter Schützenhofer nahm die Sache in die Hand. Er besorgte die notwendigen Materialien und trommelte freiwillige Helfer zusammen.

Die Hauptarbeit erledigte unser Clubmitglied Hannes Egger mit dem Bagger, aber es gab trotzdem noch sehr viel zu tun. Wir arbeiteten jeden Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit und waren am Abend zwar erschöpft aber sehr zufrieden.